Die folgende kleine Galerie zeigt Aufnahmen, die 1994 auf dem ehemaligen Standort der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) im Primerwald entstanden sind. Nach der kurzzeitigen Nutzung des ehemaligen MUNA-Geländes durch die Kasernierte Volkspolizei (dem Vorläufer der NVA) für eine Panzerschule ab 1949, übernahm im März 1953 erneut die sowjetische Militäradministration die Kontrolle über den Grossteil des Geländes und stationiert hier eine Gardepanzerbrigade. Nahezu 100 Hektar wurden nun von regulären Truppen der Sowjetarmee belegt. Lediglich im Südwesten des Primers blieb ein Bereich weiter unter der Kontrolle der kasernierten Volkspolizei (später der NVA), die hier ein Sonderobjekt mit bombensicheren Bunkern und Lagerhäusern erbauen liess. Dieses Objekt war und ist bis heute von DEVWINKEL aus zugänglich. Im sowjetisch kontrollierten Bereich wurden in raschem Bautempo noch bestehenden MUNA-Bauten an die Bedürfnisse der Sowjetarmee angepasst. Zudem entstanden zahlreiche zusätzliche Gebäude, vor allem errichtet durch den Kreisbaubetrieb und die Bauunion. Unter anderem errichtete man zunächst zwei neue Wohnhäuser und zwei grosse, zweistöckige Kasernen mit jeweils 2 Schlafsälen. Weitere Wohnblöcke folgten in späteren Jahrzehnten, aber auch Schule, Kindergarten, Krankenrevier, zwei Kinos, ein Magazin und zwei Arrestgebäude wurden nach und nach erbaut. Dazu noch zahlreiche Bauten die für den täglichen Ausbildungs- und Gefechtsbetrieb nötig waren. Die Strassen des Objekts wurden überwiegend auf dem ehemaligen Bahnkörper der MUNA erbaut. Später war in dem Objekt zusätzlich noch eine Flug-Abwehr-Raketen-Brigade stationiert. Mit dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung wurde auch der Abzug der sowjetischen Truppen vereinbart. Das Objekt im Primerwald wurde im Frühjahr 1991 endgültig aufgegeben. Das Gelände fiel zunächst an die Treuhand und war weitgehend sich selbst überlassen, was Vandalismus und Zerstörung in grossem Aussmass möglich machte. Erst ab 1997/98 begann unter Einbeziehung diverser Arbeitbeschaffungsmassnahmen (ABM) eine Rekultivierung der Liegenschaft. Danke an Ralph Oesker, für die hier gezeigten Impressionen vom Zustand des Objekts vor dem Rückbau.