Der "Lindengarten" war in der Zeit vor und nach dem 1.Weltkrieg eines der renommiertesten Güstrower Gartenlokale mit grossen Konzertmöglichkeiten. Seinen Namen erhielt das Gartenlokal von einer kleinen Lindenallee deren Reste noch heute sichtbar sind. Als "Sandbergscher Garten" wurde es um 1890 von Christoph Sandberg in der damaligen BACHSTRASSE 12 eröffnet. Seine besten Zeiten hatte das Gartenlokal unter dem Besitzer Friedrich Barkenthien. Er ließ einen überdachten Musikpavillion errichten und engagierte in den Sommermonaten das Trompetercorps des in Güstrow stationierten Feldartillerieregiments 24 für Konzerte. Die Nähe zum Stadtzentrum und die trotzdem grüne Umgebung machten das Lokal bei den Güstrowern sehr beliebt. Der Niedergang erfolgte nach dem II.Weltkrieg. 1959 verkaufte der letzte Besitzer Herbert Warnick das Anwesen an die Stadt, die dort 1960 einen Schulhort einrichtete. 1966 wurde noch zusätzlich ein Kindergarten errichtet. Letzterer wich 2009 einem Neubau. Schon kurz nach der Wende wurde das übrige Gartengelände bis zum gegenüber gelegenen Hof AM WERDER mit Mehrfamilienhäusern bebaut. Erhalten geblieben ist der LINDENGARTEN nur als Straßenname für die kleine Sackgasse.

Anzeige von 1919

Ansichten:

1900 - Lindengarten

1902 - Restaurant Lindengarten

1902 - R. Randows Garten-Etablissement

1909 - Lindengarten

1913 - Lindengarten - Restaurant und Concert-Etablissement

1914 - Lindengarten

1916 - Lindengarten-Etablissement

1918 - Lindengarten

 

 

1926 - Allee im Lindengarten

1926 - Lindengarten - Veranda

 

 

Zeitungsanzeige vom Januar 1917

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