Dienstrang: Militärpfarrer

Aufgabe im Lager: katholischer Seelsorger im Lager

Pater Johannes Fischer SCJ war ab etwa Oktober 1916 bis zum 28. März 1919 als Militärseelsorger im Gefangenenlager Güstrow-Bockhorst tätig. Johannes Christophorus Fischer wurde am 8. September 1878 in Nettersheim in der Eifel geboren. Fischer war Mitglied der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) und legte 1903 sein Ordengelübde (Profeß) in Sittard in den Niederlanden ab. Seine Priesterweihe erhielt er am 25. Juli 1908 in Luxemburg und arbeitete dann als Missionspfarrer in Brasilien. Der Kriegsausbruch 1914 hinderte ihn nach einem Urlaub an der Rückreise nach Südamerika. Fischer arbeitete nun als Militär-Pfarrer in Deutschland. Er folgte im Gefangenenlager auf den Pfarrer Beyer der dort nur wenige Monate als Seelsorger tätig war. Untergebracht war er während dieser Zeit als Untermieter bei der Familie Haertlé in der NEUEN STRASSE 27a. Neben seinen Aufgaben im Lager half er auch bei der zivilen Seelsorge in der katholischen Pfarrgemeinde der Stadt mit. Nach Kriegsende kehrte Fischer etwa 1920 in das Missionsgebiet des Ordens in Brasilien zurück. Er starb am 13. August 1954 in Taubaté im brasilianischen Bundesstaat São Paulo.

Ansichten:

1918 - Führungsstab des Lagers

Quelle: wilhelm-mastaler.de

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