Dienstrang: Oberst

Aufgabe im Lager: Lagerkommandant

Julius Christian von Matheson wurde am 14. Februar 1858 in Bremen geboren. Sein Vater war der Major Otto von Matheson. Entsprechend der Familientradition verfolgte auch Julius von Matheson eine Karriere beim preussischen Militär. Im April 1877 begann er als Kadett in der 2. Batterie des Thüringischen Feldartillerie Regiments No. 19, wo er bis zum September 1880 zum Artillerie Offizier ausgebildet wurde. In den darauffolgenden Jahren wird er bei verschiedenen Artillerie-Einheiten eingesetzt: 

  • ab 01.4.1881 beim 1. Unter-Elsässischen Feldartillerie Regiment No. 31 (1882/83 Artillerie Werkstätte Strassbourg; 1884 Militärische Turnanstalt Berlin)
  • ab 15.11.1887 beim 2. Badischen Feldartillerie Regiment Nr. 30 (1888 Beförderung zum Premier Leutnant Patent B)
  • ab 16.06.1891 bei der Feldartillerie-Brigade als Adjudant
  • ab 17.05.1892 beim 1. Kurhessischen Feldartillerie Regiment No. 11 (Beförderung zum Hauptmann )
  • ab 18.10.1892 beim 2. Hannoversch. Feld Artillerie Regiment No. 26
  • ab 18.10.1897 Adjudant beim Generalkommando des Armeekorps in Stuttgart
  • ab 01.04.1899 Adjudant beim Generalkommando des XVIII. Armeekorps
  • ab 22.05.1899 beim Schleswig-Holsteinischen Feldartillerie Regiment No. 9 (Beförderung zum Major)
  • ab 22.04.1900 beim 2. Garde Feldartillerieregiment
  • ab 19.10.1904 beim Feldartillerie-Regiment No. 50 (3. Badisches), dort mit der Führung des Regiments beauftragt und ab 15.05.1905 als Kommandeur (27.01.1906 Beförderung zum Oberstleutnant Patent Q)

Am 15. Juni 1907 wurde Matheson unter Verleihung des Kronen Ordens III. Klasse der Abschied bewilligt. Als Grund hierfür wurde sein Gesundheitszustand angegeben (chronischer Katarrh der Luftwege und Neurasthenie - Nervenschwäche). Julius von Matheson wurde weiterhin das Tragen der Regimentsuniform bewilligt. Er wurde nun vom Preussischen Heer als Oberstleutnant z.D. (zur Disposition) geführt. Er lebte nun wieder in Bremen und heiratete 1908 Margarethe Beurmann (Geb. Grobrügge). Die Ehe war kinderlos.

Julius von Matheson wurde im Rahmen der Mobilmachung zu Wiederverwendung einberufen und ab 21. Oktober 1914 als Kommandant des Kriegsgefangenenlagers Parchim eingesetzt. Bereits im April 1915 verlässt er diesen Posten aus gesundheitlichen Gründen, die Leitung des Lagers Parchim wird von Oberst Regenauer übernommen. Im August 1915 ist Matheson wieder einsatzfähig. Ihm wird bis Ende November 1915 das stellvertretende Kommando des Landwehrbezirks II Hamburg übertragen. Kurz danach erfolgt die Beförderung zum Oberst. Ab 31. Dezember 1915 folgt ein neuer Einsatzort: Julius von Matheson löst Karl von Katzler als Kommandanten des Kriegsgefangenenlagers in Güstrow-Bockhorst ab. Auf diesem Posten bleibt er bis zur seiner Ablösung am 1. Dezember 1918. Am 24. Dezember 1918 wird er endgültig demobilisiert. Matheson lebte mit seiner Frau bis zu seinem Tod am 26. Mai 1922 in der Parkstrasse 18 in Bremen.

Ansichten:

1917 - Kommandant von Matheson und Adjudant Lauenstein

1918 - Führungsstab des Lagers

1918 - Denkmal Friedhof Einweihung

1918 - Denkmal Einweihung - erstes Musikstück

     

1918 - Denkmal Friedhof Einweihung

     

Quellen:

  • Pensionsakte Julius von Matheson im Geheimen Staatsarchiv
  • Wiener Journal 12.03.1917, S.7
  • Adressbuch Bremen 1914
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