Adresse im Lager: Baracke 3 Nord

Nationalität: Frankreich

Maurice Sabin wurde am 29. November 1892 in Paris geboren und verbrachte seine Jugend in der Rue des Batignolles im 17e arrondissement. 1913 wurde er zum regulären Wehrdienst beim 131e Regiment de Infanterie eingezogen und kämpfte mit dieser Einheit auch im I. Weltkrieg. In deutsche Gefangenschaft kam er Anfang September 1914 im Norden Frankreichs bei einem Ort namens Gorcy unweit der deutschen Grenze. In den folgenden Jahren wurde er in verschiedenen Gefangenenlagern festgehalten. Nach einem kurzen Aufenthalt im Lager von Brandenburg an der Havel kam er Ende Dezember 1914 ins Gefangenenlager von Parchim. Wann und warum Maurice Sabin ins Lager Schneidemühl gebracht wurde, ist in den Akten des Roten Kreuz nicht nachvollziehbar. Von dort wurde er jedenfalls Ende 1916 ins Lager Güstrow überstellt. Im Juni 1918 kam er in Vorbereitung der Austausch-Internierung in der Schweiz nach Konstanz. Von dieser Abreise gibt es auch eine Fotokarte. Im September 1918 erfolgte der Transport ins schweizerische Magglingen (französisch Macolin). Von hier aus wurde er Ende November 1918 nach Frankreich repatriiert. Maurice Sabin war zunächst Bankangestellter. Später beschäftigte er sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Chemikalien und Pharmazeutika. Von 1921 bis 1930 lebte er in Clermont-Ferrand, dann zog er wieder nach Paris.

Von ihm ist auch eine normale Lagerpostkarte überliefert.

Quellen: ICRC-Archiv / Archives de la mairie de Paris - Registres matricules du recrutement

Ansichten:

1917 - Porträt Maurice Sabin

1918  Porträt Maurice Sabin

 

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