Reinicke & Rubin, Magdeburg

Reinicke & Rubin war ein überregional tätiger Verlag, der ab etwa 1900 mehrere zehntausend fortlaufend nummerierte Ansichtskarten in verschiedenen Drucktechniken vertrieb. Die Firma existierte unter verschiedenen Namen bis 1936.

Die Geschichte des Unternehmens und seiner Nachfolger ist sehr verworren und teilweise noch ungeklärt. Die "Lithografische Kunstanstalt Reinicke & Rubin" wurde um 1897 in Magdeburg gegründet. Typisch für diesen frühen Jahre ist das oben abgebildte Logo, vermutlich mit den Türmen des Magdeburger Doms. Die farbigen Chromlitho-Mehrbildpostkarten und die Serie der Mondschein-Ansichten stammen aus dieser Zeit. Die Karten tragen bereits eine fortlaufende Nummererierung. Eine weitere Postkarten-Serie mit Güstrower Motiven wurde unter dem Marken-Namen Platino-M. produziert. Diese Firma ging aber im Februar 1900 in Insolvenz.

Lithografische Kunstanstalt Reinicke & Rubin, Magdeburg
 
1898 - Ansichten 1900 - Ansichten   1898 - Landgericht und Schloss
1898 - Schlossplatz 1898 - Schloss 1899 - Stellwerk und Gleise 1899 - Rathaus
1900 - Siegessäule 1900 - Pfarrkirche 1900 - Schloss 1900 - Schloss - Winter

 

Das Unternehmen wurde jedoch noch im Jahr 1900 von Heinrich Rubin als "Kunst-Institut Reinicke & Rubin" neu gegründet. Wer sich hinter dem Namen Reinicke verbirgt ist unklar, möglicherweise ein früherer Teilhaber. Zu dieser Zeit verfügte die Firma wohl über keine eigene Druckerei, sondern liess ihre Postkarten bei verschiedenen renommierten Druckfirmen herstellen. Auch diese Karten haben eine fortlaufende Nummer und ab etwa 1904 wurde eine Jahreszahl dazugedruckt. Etwa 1904 wurde Heinrich Rubin Teilhaber der "Magdeburger Lichtdruck-Anstalt Gmbh" und produzierte nun zumindest einen Teil seiner Ansichtskarten über diese Firma.

Kunst-Institut Reinicke & Rubin, Magdeburg

1900 - Dom 1902 - Markt 1902 - Markt 1902 - Partie in den Anlagen

1902 - Partie in den Anlagen 1902 - Partie mit dem Schloss 1902 - Pferdemarkt 1902 - Schloss

1902 - Domkirche 1902 - Schloss 1902 - Schlosshof 1903 - Bleicherstrasse
1903 - Gymnasium 1903 - Ecke Schwaanerstr./Neue Str. 1903 - Blick auch Schloss und Domkirche 1903 - Bleicherstrasse
1903 - Schloss 1904 - Artillerie-Kaserne 1904 - Mühlenstrasse 1904 - Bahnübergang

1904 - Pferdemarkt 1904 - Offizierskasino 1904 - Gesamtansicht 1904 - Markt mit Rathaus

1905 - Pfarrkirche 1905 - Gesamtansicht 1905 - Spaldingsplatz 1905 - Hotel Erbgrossherzog
1905 - Bahnhof 1905 - Pferdemarkt 1905 - Pferdemarkt mit Baustrasse 1905 - Dom

1905 - Rostocker Strasse 1907 - Ecke Schwaaner Str./Neue Str. 1907 - Schloss und Dom 1907 - Graben-Strasse

1907 - Lindenstrasse 1907 - Eisenbahnstrasse 1907 - Partie mit dem Schloss 1907 - Markt mit Rathaus

1908 - Bahnhof 1908 - Am Mühlentor 1908 - Rostocker Strasse 1908 - Post

1908 - Bützow - Pferdemarkt 1908 - Hageböcker Strasse 1908 - Schlossplatz 1908 - Bleicherstrasse
     
1908 - Wall mit Dom      

 

Etwa um 1909 verlegte Heinrich Rubin sein Unternehmen nach Dresden, warum das geschah ist nicht klar. Vermutlich produzierte er auch hier einen Teil seiner Postkarten selber, vergab aber auch Aufträge an andere Dresdener Druckereien. Vermutlich ging diese Firma Anfang des I.Weltkrieges in Konkurs.

Reinicke & Rubin, Dresden

1909 - Pferdemarkt 1911 - Bützow - Schleuse 1911 - Bützow 1912 - Kanalschleuse bei Bützow

 


1912 - Partie am Wall 1912 - Wallpartie und Kriegerdenkmal 1912 - Schweriner Strasse 1912 - Friedrich-Franz-Strasse

1912 - Partie an der Eisenbahnstrasse 1912 - Kriegerdenkmal 1913 - Am Paradiesweg 1915 - Partie beim Gymnasium
 
1915 - Perdemarkt mit Hotel Germania 1915 - Partie beim Bahnhof 1916 - Hafenstrasse  

 

Um 1915 wird der Name "Reinicke & Rubin" aufgegeben.  Heinrich Rubin steigt stattdessen in die in Liquidation befindliche "Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H." in Breslau ein und vertreibt nun über diese Firma seine Postkarten.

Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H., Breslau
1915 - Markt 1915 - Bahnhof 1916 - Partie am Bahnhof 1916 - Wallpartie
1916 - Wallpartie 1917 - Partie mit dem Schloss 1918 - Eisenbahnstrasse 1918 - Eisenbahnstrasse
   
1918 - Promenade mit Dom 1919 - Paradiesweg    

 

Schon 1919 verlegt er das Unternehmen zurück nach Dresden-Blasewitz.

Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H., Dresden-Blasewitz
1918 - Bahnhof
1918 - Partie am Bahnhof 1918 - Hafenstrasse 1918 - Schloss
1918 - Eisenbahnstrasse 1919 - Post und Hotel Germania 1919 - Markt 1919 - Promenade mit Domkirche
   
1921 - Hotel Erbgrossherzog 1921 - Mühlenstrasse    

 

Anfang der 1920 Jahre ändert sich der Name des Unternehmens erneut. Als Geschäftsführerin der "Graphischen Verlagsanstalt H. Rubin & Co." wird Marie-Emma Rubin genannt, Heinrich Rubin zog sich möglicherweiser zu dieser Zeit aus dem Geschäft zurück (er starb 1928). Bis Mitte der 1930ger Jahre bleibt diese Firma mit verschiedenen Gesellschaftern als Grosshandel für Postkarten aktiv. Im Handelsregister wird sie 1936 gelöscht.

Quelle und weitergehende Informationen bei Helmfried Luers - The Postcard Album

H. Rubin & Co., Dresden-Blasewitz:
1920 - Realschule
1921 - Markt 1921 - Hageböcker Strasse 1926 - John Brinckmann Brunnen
1926 - Blick vom Dom 1926 - Pferdemarkt 1927 - Markt 1927 - Eisenbahnstrasse
1928 - Ziegeleiweg 1930 - Landeskinderheim 1931 - Pferdemarkt 1931 - Landgericht und Kriegerdenkmal
     
1931 - Markt      

 

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