Verlage & Fotografen

Gebr. Garloff KG, Magdeburg

1911 gründete Paul Garloff in Burg bei Magdeburg ein fotografisches Atelier. Mit seinem Bruder Willi spezialisierte er sich schon bald auf die Anfertigung von von Werbefotos für Künstler im Bromsilberdruckverfahren. Der zunehmende Erfolg und die beginnende Massenproduktion erforderten eine grössere Produktionsstätte. Ab 1923 arbeitete die Firma unter dem Namen Graphische Anstalt Gebr. Garloff in Magdeburg. In den 1930er Jahren erfolgte der Aufbau einer Buchdruckabteilung und eines eigenen Verlages für Glückwunschkarten. Neben diversen anderen Druckerzeugnissen wurden seitdem auch Ansichtspostkarten produziert. Nach dem 1945 konnte mit begrenzten Mitteln weiter gearbeitet werden. 1959 wurde die Firma zur Hälfte verstaatlicht, konnte aber von den ehemaligen Eigentümern weiter geführt weren. Unter anderem wurden Ansichtskarten scheinbar nicht nur für den eigenen Verlag hergestellt. So existieren Ansichtskarten des Heldge-Verlags in Köthen und vom Verlag J. Goldiner in Berlin mit dem Logo der Gebr. Garloff KG. Noch vor 1972 wurde das Unternehmen ganz verstaatlicht und zunächst der Zeitung Volksstimme Magdeburg als Betriebsteil zugeordnet.2 Später wurde die Firma zu einem Betriebsteil des Planet-Verlages, nun unter dem Namen Betriebsteil II Bilddruck Magdeburg.1 1990 beantragte Paul Garloffs Sohn Horst die Rückübertragung des Familienbetriebes in private Hand. Er hatte bereits zuvor in dem Staatsunternehmen gearbeitet. 1991 erfolgte die vollständige Rückübertragung des Unternehmens mit damals 162 Mitarbeitern, was sich bis zum Jahr 2000 auf um die 50 Fachkräfte einpendelte.2 Auch nach der Wende gehörten Ansichtspostkarten zum Produktionsprogramm.

Ansichten:

1961 - Schwaan - Blick über die Warnow

1963 - Pädagogisches Institut

1963 - Schloss und Pfarrkirche

1964 - Gesamtansicht

1964 - Markt

1964 - Ernst-Barlach-Gedenkstätte

1965 - Ansichten

1965 - Fährteich

   

1966 - Rosengarten

1967 - Schloss

   

 Quellen:

  1. Tina Peschel / Adventskalender, S.82
  2. Deutscher Drucker Nr.39 vom 19. Oktober 2000, S.22
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